Konzertübersicht Saison 2018 / 2019

22-11-19 15:07

Freitag, 22. November 2019: Eyal Ein-Habar, Querflöte

Kategorie: Saison 19-20
19:00 Uhr | Synagoge Wittlich

 

Eyal Ein-Habar, Flöte
und Stipendiaten der Villa Musica (Streichertrio, Harfe)

Ludwig van Beethoven: Serenade D-Dur, op. 25
Gideon Klein: Streichtrio und Duo für Streicher
Claude Debussy: Sonate für Flöte, Viola und Harfe
Jean Cras: Quintett für Flöte, Harfe und Streichtrio

in Kooperation mit Villa Musica RLP

Für das ursprünglich angekündigte Israeli Chamber Projekt spielen  Stipendiaten der Villa Musica, israelische und deutsche Musiker, bei diesem Konzert: 

  • Solenn Grand, Harfe
  • Larissa und Anuschka Cidlinsky, Violine und Viola
  • Elia Cohen-Weissert, Violoncello

Eyal Ein-Habar ist ein Star der internationalen Musik-Szene, ein renommierter Solist, Dirigent und Lehrer, doch jegliches Star-Getue ist ihm völlig fremd. Er wirkt offen, herzlich, kommunikativ und umgänglich und lässt alle Allüren vermissen.

Im Zentrum des Abends steht das Gedenken an ein Holocaust-Opfer aus Tschechien: Der jüdische Komponist Gideon Klein wurde 1941 im Lager Theresienstadt interniert und 1944 nach Auschwitz deportiert, wo ihn die SS wenige Tage vor der Befreiung ermordete. In Theresienstadt komponierte er sein tief bewegendes Streichtrio und sein Duo für Violine und Violoncell, das unvollendet blieb, als er nach Auschwitz musste. Beide Werke werden in Wittlich von der israelischen Cellistin Elia Cohen-Weissert gespielt, zusammen mit den Schwestern Larissa und Anuschka Cidlinsky an Violine und Viola. Die beiden jungen Münchnerinnen sind davor mit Eyal Ein-Habar in der zauberhaften Serenade Opus 25 von Ludwig van Beethoven zu erleben. Die Harfenistin Solenn Grand brilliert in Claude Debussys Sonate für Flöte, Viola und Harfe. Alle fünf Solisten vereinen sich am Ende zum Quintett von Jean Cras, einem französischen Romantiker, der im Hauptberuf Konteradmiral der Marine war. Geboren wurde Eyal Ein-Habar 1971 in der kleinen Stadt Hadera, ziemlich genau in der Mitte zwischen Tel Aviv und Haifa gelegen.

Mehrere gemeinsame Konzerte mit dem weltberühmten französischen Flötisten Jean-Pierre Rampal in Israel, der ihm eine große Karriere vorhersagte, gaben ihm wesentliche Impulse für seine musikalischen Weg in seine Karriere. 1992 gewann er den musikalischen Wettbewerb in Scheveningen. Sobald seine Zeit beim Militär zu Ende war, ging er zum Studium nach Köln und wurde danach, mit nur 24 Jahren war er Teil eines der bedeutendsten Orchester der Welt, des berühmten Israel Philharmonic Orchestra unter Chefdirigent Zubin Mehta. Mit diesem Orchester reiste er um den Globus, parallel unterrichtete er in Tel Aviv und spielte unter anderem mit dem "New Israel Woodwind Quintet" und dem "Israel Flute Ensemble" Kammermusik. 2014 verließ er das Orchester und ist seitdem Professor für Querflöte an der Musikhochschule Münster.

 

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