Konzertübersicht Saison 2018 / 2019

19-05-19 18:38

Sonntag 19. Mai 2019: Projektchor Mittelmosel

Kategorie: Saison 18/19
17.00 Uhr | St. Bernhardkirche Wittlich

 

Albert Henn, Gesamtleitung

Alexander Kaul, Oboe
Wolfgang Amadeus Mozart
Messe c-Moll KV 427

Martin Steffan, Tenor; Tobias Scharfenberger, Bariton; Sophia Körber, Sopran; Karola Pavone, Sopran

Der Projektchor Mittelmosel hat sich zum Ziel gesetzt, große Werke der Chorliteratur aufzuführen und dafür Sänger und Sängerinnen der Region Eifel-Mosel zu gewinnen. In den vergangenen Jahren kam es zu erfolgreichen Aufführungen u.a. von Haydns „Schöpfung" und Mendelssohns „Elias", von Orffs „Carmina Burana", des „Deutschen Requiems" von Brahms und zuletzt der „Messe solennelle" von Rossini.

Die Große Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart blieb, wie auch sein Requiem, unvollendet, und dennoch gehört dieses Werk zu den großartigsten Vertonungen der lateinischen Messe. Die Komposition verlangt vier Solisten, ein Orchester in symphonischer Besetzung und einen Chor, der bis zur Achtstimmigkeit aufgeteilt ist. Albert Henn, Winzer aus Kinheim an der Mosel, leitet, unterstützt durch seine Geschwister Lisa und Peter Henn, die Einstudierung und Aufführung..

Die c-Moll-Messe entstand 1782, in einer Zeit des kritischen Umbruchs in Mozarts Leben. 1781 hatte er den Frondienst beim Salzburger Erzbischof quittiert. In Wien versuchte er, sich eine Existenz als freischaffender Komponist aufzubauen. Ohne Einverständnis des Vaters heiratete er die Tochter seiner Zimmerwirtin, die Sängerin Constanze Weber. Erst nach Geburt des ersten Kindes machte sich das junge Paar auf zum Besuch in Salzburg, im Gepäck die (unvollständige) Partitur der c-Moll-Messe.

Wer das Kyrie hört, kann nachvollziehen, dass Mozart mit diesem Werk die Aussöhnung mit dem Vater erhoffte. Wie wir heute wissen, hatte er die Sopran-Solopartie des „Christe eleison" für Constanze geschrieben. Die Uraufführung der Messe fand nicht im Salzburger Dom, sondern in der bürgerlichen St. Peter-Pfarrkirche statt. Mozart wurde dabei von den Musikern des Hoforchesters solidarisch unterstützt. Die Aufführung im Sommer 1782 geriet wohl auch zu einer Demonstration, wie eine ausdrucksstarke, prachtvolle Kirchenmusik klingen könnte, die nicht durch das Spardiktat des Dienstherrn minimalisiert wurde.

 

 

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